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Experience Reports

Samuel Afan, the first elective student at UPMC

“I can only recommend that medical students get to know a foreign health system. The US education system in Medicine is really very good. I was quite lucky to have a very nice attending, who was both competent and student friendly.”

Detailed report (in German) | PJ Erfahrungsbericht

Name: Samuel Afan
Fach: InnereMedizin (Hämatologie / Onkologie)

  1. University of Pittsburgh Medical Center (UPMC)        
    Shadyside
    5230 Centre Avenue
    Pittsburgh, PA 15232
  2. Hillmann Cancer Center
    5115 Centre Avenue
    Pittsburgh, PA 15232

Zeitraum: 11.04.2011 – 05.06.2011 (8 Wochen)

Dress Code
Medizinstudent (Standard): Hemd mit Krawatte und weisser Kittel drüber, lange Stoffhose und Lederschuhe.

Medizinstudentin: Bluse und weisser Kittel drüber, lange Stoffhose oder Rock (kein Minirock) und passende Schuhe (keine Sneakers oder Sportschuhe).

Alle Medizinstudenten in USA müssen einen kurzen weissen Kittel anziehen (Der Oberarzt hat aber gemeint, dass ich kein extra Geld ausgeben muss, um einen kurzen Kittel zu kaufen). Also habe ich meinen langen weissen Kittel aus Deutschland immer angezogen.


Aufgabe der Studenten
Neue Patientenaufnehmen/ Follow Up Patienten weiter behandeln:

  • Anamneseerhebung
  • körperlicheUntersuchung
  • Diagnostik: Laborwerte, Bildgebung, Pathobefundeinterpretieren
  • Therapieoptionenvorschlagen
  • DiktierenoderNotizenschreiben

- Nachtdienste werden nur von Studenten in der Notaufnahme (ER) verlangt.
- Blutentnahme, Knochenmarkbiopse und Konsilanmeldung werden von den Physician Assistance (Arzthelferin) bzw. Nurse (Krankenschwester) durchgeführt.
-  Man kann immer dem Oberarzt (Attending) sagen, dass man eigene Patienten haben möchte und sie bis zur Entlassung persönlich betreuen möchte.

Tagesablauf
Der Arbeitstag fängt 9 Uhr morgens an und endet um 17 Uhr. Die Rounds (Visite) finden meistens von 9 bis 12 Uhr in UPMC Shadyside (Inpatient Service) statt.

Um 12 Uhr gibt es jeden Tag (außer am Donnerstag) eine einstündige Fortbildung für Medizinstudenten, Interns (Assistenzärzteim 1. Jahr) und Residents (Assistenzärzteim 2. und 3.Jahr). Hier werden unterschiedliche Krankheitsbilder besprochen (Endokarditis, Meningitis, etc.) und man bekommt auch Mittagsessen kostenlos.

Um 13 bis 17 Uhr fängt dann der Outpatient Service statt. Das heißt die Medizinstudenten sollen die neuen Patienten aufnehmen und untersuchen oder die Onkologiepatienten, die für weitere Behandlung (Follow Up) da sind, untersuchen, die Laborwerte, Pathobefunde oder die CT oder Röntgen-Bilder beurteilen. Danach erzählen die Studenten dem Oberarzt über die Patienten, schlagen Therapieoptionen vor und dann schauen sich mit dem Oberarzt zusammen den Patienten an.

Vor dem Ende des Arbeitstags sitzt das komplette Team (Oberarzt, Krankenschwester, Arzthelferin und Student) zusammen und machen eine kurze Zusammenfassung von allen Patienten bzw. Übergabe (sign out).
Zusätztlich finden jeden Mittwoch um 8 Uhr morgens Grand rounds (allgemeine Fortbildung) für das gesamte medizinische Personal statt. Hier werden meistens die neuen Forschungsergebnisse von den UPMC–Forschungsabteilungen präsentiert.

Vorbereitungen
Ich habe vor meinem PJ-Tertial in Amerika folgende Literatur gekauft/gelesen:

  • Medical English von Peter Gross
  • USMLE  Step 2 CS (kann man bei Amazon kaufen)
  • Pocket medicine von Marc S. Sabatine (Die englische Version von Herold)
  • Emergency Room (Fernsehserie) auf Englisch angucken (Das trainiert das Hörverständnis)
  • Epocrates - Apps für ipod touch oder iphone (Die Amerikaner haben ihre eigenen Medikamentennamen. Es wird ein großes Problem sein, wenn man nicht weiß, was für Medikamente, die Patienten nehmen).


Fazit       
Zunächst einmal ist es sicher sehr empfehlenswert, ein anderes Gesundheitssystem kennen zu lernen. Ich finde die Lehre in Amerika ist wirklich sehr gut. Die Fortbildung ist sehr gut organisiert und die Studenten sind viel motivierter als in Deutschland meiner Meinung nach. Ich habe wirklich Glück, dass ich einen sehr netten Oberarzt von der Klinik zugeteilt bekommen habe. Er ist fachlich auch sehr kompetent und hat großen Spaß, Studenten zu unterrichten.
Außerdem finde ich die Stimmung und den Umgang zwischen den Schwestern und den Ärzten in Amerika viel entspannter, freundlicher und respektvoller. Nicht zu vergessen ist natürlich der Fortschritt, den man sprachlich macht, wenn man 2 Monate ausschließlich Englisch spricht. Und ein PJ-Tertial in den USA macht sich im Lebenslauf auch nicht gerade schlecht.

Statement of Dr. Mounzer Agha, Hematology attending at UPMC

“Having a visiting student in our hospital can be a beneficial experience for the student, while allowing us, teachers, to learn more about the German system and compare it to ours. The student will have firsthand experience and close interactions with the teaching staff, as well as other residents and fellows. They do get to interview patients and examine them, then assess the diagnostic and treatment plans in conjunction with the teaching staff. I personally welcome having visiting students, as they allow me a different level of exposure and pose new teaching challenges. “

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