Der Darm ist ein wichtiger Teil des Verdauungstrakts. Beim erwachsenen Menschen ist er etwa acht Meter lang. Er ist mit einer Schleimhautschicht ausgekleidet, deren Oberfläche rund 400 bis 500 Quadratmeter beträgt. Die Hauptaufgabe des Darms ist es, die aus dem Magen kommende Nahrung zu verdauen, die Nährstoffe daraus auf zu nehmen und der Nahrung Wasser zu entziehen. Der Darm besteht aus Dünn- und Dickdarm.

Darmkrebs ist eine bösartige Schleimhautwucherung. Ist der Dickdarm betroffen, so spricht man vom Dickdarmkrebs. In der Fachsprache wird er als Kolonkarzinom bezeichnet. Ist der Mast- oder Enddarm betroffen spricht der Arzt vom Rektumkarzinom. Oft werden beide Krebsarten auch unter dem Begriff „kolorektales Karzinom“ zusammengefasst.
Insgesamt ist Darmkrebs mit weit über 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr eines der häufigsten Krebsleiden in der Bundesrepublik Deutschland. Allerdings sind die Heilungsaussichten gut, wenn die Erkrankung frühzeitig festgestellt und eine entsprechende Behandlung eingeleitet wird. Der Dickdarm ist von Krebs etwas häufiger betroffen als der Mast- oder Enddarm. Von 100 Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens ca. 5 - 6 an Darmkrebs.
Zur Vorbeugung von Darmkrebs gibt es sehr vielfältige Informationen und Tipps - auch im Internet.
Eine unabhängige, objektive und geprüfte Gesundheitsinformation zu diesem Thema hat z. B. das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Internet veröffentlicht: http://www.gesundheitsinformation.de/artikel.208.112.html.
Die blauen Ratgeber erhalten Sie bei der Deutsche Krebshilfe und unseren Lotsen. Dies sind erfahrene Krankenschwestern, die während der ganzen Behandlung Ihre Ansprechpartner bleiben.
Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die das Auftreten von Darmkrebs begünstigen, wie z.B. chronisch entzündliche Darmerkrankungen oder genetische Faktoren.
Am häufigsten entwickelt sich Darmkrebs aus einer bestimmten Art von Darmpolypen (gutartigen Tumoren der Darmschleimhaut), die im Laufe der Zeit bösartig entarten können. Sie können im Rahmen einer Darmspiegelung entfernt werden. Daher ist eine regelmäßige Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen empfehlenswert.
Zu den vermeidbaren vermuteten Risikofaktoren gehören der häufige Verzehr von rotem Fleisch, eine ballaststoffarme Kost, Bewegungsmangel, Übergewicht sowie langjähriger Alkohol- und Nikotingenuss. Eindeutige körperliche Beschwerden, die ausschließlich bei Darmkrebs auftreten, gibt es nicht. Deswegen ist es wichtig, mögliche Hinweise darauf, dass etwas nicht stimmen könnte, ernst zu nehmen. Diese Warnsymptome bedeuten nicht zwangsläufig, dass eine Krebserkrankung vorliegt. Bei ihrem Auftreten sollten Sie dennoch unbedingt einen Arzt aufsuchen, um untersuchen zu lassen, was sich genau hinter den bemerkten Symptomen verbirgt.
Ist in Ihrer Familie Darmkrebs gehäuft aufgetreten, möchten Sie vielleicht klären, ob Ihr Risiko, zu erkranken, erhöht ist. Der Standort Bonn des CIO bietet eine Sprechstunde zur familiären Darmkrebserkrankung an. Einen Beratungstermin können Sie hier vereinbaren:
FAP-/HNPCC-Sprechstunde (nach Vereinbarung)
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