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Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Welche Behandlung Ihr behandelnder Krebsarzt, der Onkologe, empfiehlt, hängt davon ab, welche Art Darmkrebs bei Ihnen vorliegt, ob und wie weit sich die Krebserkrankung ausgebreitet hat und welche Wünsche Sie selbst äußern. Im Gespräch schlägt Ihr Onkologe Ihnen eine Behandlung nach wissenschaftlich gesicherten Therapiekonzepten, sogenannten Standards, vor. Findet Ihre Behandlung in mehr als einem Fachgebiet statt, z.B. Chirurgie, Chemotherapie und Bestrahlung, so bittet Ihr Onkologe die Ärzte dieser Fachgebiete zu dem Gespräch dazu. Je nach Art der Behandlung werden Sie von uns stationär aufgenommen oder kommen nur zu den Behandlungsterminen in die CIO-Ambulanz. Damit die Behandlung für Sie übersichtlich bleibt, beantworten unsere Ärzte und Lotsen gerne Ihre Fragen.

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die bei Bedarf kombiniert werden können:

Die Operation

Das Vorgehen bei der Operation richtet sich nach Größe und Sitz des Tumors. Ziel der Operation ist seine vollständige Entfernung. Um weitere Details zur Operation Ihres Darmkrebses bei uns zu erfahren, wählen Sie bitte Ihre Krebsart aus:

Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom)

Den genauen Operationsverlauf erläutern Ihnen unsere Spezialisten ausführlich. In diesem Gespräch können alle Ihre persönlichen Anliegen geklärt werden.

Grundsätzlich wird nicht nur der Tumor entfernt, sondern zusätzlich die benachbarten Dickdarmanteile. Benachbarte Lymphknoten werden ebenfalls entnommen, da bösartige Zellen aus dem Primärtumor über das Lymphsystem eingewandert sein könnten. Der Pathologe untersucht die entfernten Lymphknoten. Er prüft, ob sich darin Krebszellen finden lassen. Das ist wichtig für die Entscheidung, ob nach der Operation eine Chemotherapie angeschlossen werden soll, eine sogenannte adjuvante Chemotherapie.

Auch wenn bei der Operation ein großes Stück Dickdarm entfernt wird, können in der Regel die beiden verbleibende Darmteile wieder aneinander genäht werden. Es ist in den allermeisten Fällen nicht notwendig, einen künstlichen Darmausgang zu schaffen. Wenn aber die Gefahr groß ist, dass die frische Darmnaht zu stark belastet wird und zu reißen droht, wird vorübergehend ein künstlicher Darmausgang angelegt, bis die Naht ganz verheilt ist.

Mast- bzw. Enddarmkrebs (Rektumkarzinom)

Bei Tumoren, die im Mastdarm gewachsen sind – also im letzten Abschnitt des Darms vor dem After – kann, wenn es sich um kleine Tumoren mit bestimmten günstigen Eigenschaften, sogenannte „low risk Karzinome“ handelt, häufig auch „minimal invasiv“ operiert werden. „Minimal invasiv“ bedeutet: Der Tumor wird statt über einen Bauchschnitt durch ein Operationsmikroskop mit angeschlossenem Mikroinstrumentarium in mikrochirurgischer Technik entfernt. Es gibt keinen großen Bauchschnitt und dadurch auch keine große Narbe, wodurch das Ergebnis kosmetisch günstiger ist. Zudem haben Sie  weniger Schmerzen, der Darm wird nicht so stark irritiert – und arbeitet nach der Operation schneller wieder normal.

Wenn ein Mastdarm-Tumor nicht zu den „low risk Karzinomen“ gehört oder sehr weit fortgeschritten ist und auch bereits andere Organe betroffen sind, kann in der Regel nicht „minimal invasiv“ operiert werden. Dann ist ein größerer Bauchschnitt nötig.

Bei einem Tumor im Mastdarmbereich wird das auf beiden Seiten angrenzende Stück Darm sowie die zugehörigen Lymphknoten entfernt. Zum Schutz der Darmnaht wird in der Regel vorübergehend ein künstlicher Darmausgang (Stoma) angelegt, damit diese ohne die Belastung durch den Stuhlgang verheilen kann. Die Rückverlegung des Stomas erfolgt entweder nach der Ausheilung und damit sehr bald oder – falls noch Chemo- oder Strahlenherapie folgen – nach Abschluss der Therapien.

Sitzt der Tumor jedoch nahe am Darmausgang, stellt sich die Frage, ob bei der Operation der Schließmuskel erhalten werden kann. Sitzt der Tumor zu nahe am Schließmuskel oder ist die Gefahr einer anschließenden Stuhlinkontinenz sehr groß, so wird  ein künstlicher Darmausgang angelegt. Die Mehrzahl der Patienten mit Darmkrebs bekommt jedoch kein „Stoma“.

Die Bestrahlung

Ziel der Bestrahlung ist es, Krebszellen durch energiereiche elektromagnetische Wellen von außen zu zerstören. Damit sich das gesunde Gewebe von der Strahlenwirkung erholen kann, erfolgt die Bestrahlung verteilt auf viele „Sitzungen“ mit jeweils kleiner Strahlendosis. Die Strahlentherapie erfolgt meist ambulant, und die Bestrahlung selbst dauert nur wenige Minuten.

Bei der Behandlung von Enddarm-Tumoren kann es sinnvoll sein, schon vor der Operation eine Strahlentherapie zu machen, eine sogenannte neoadjuvante Therapie. In der Regel wird diese Strahlen- mit einer Chemotherapie kombiniert. Das Ziel ist entweder den Tumor so weit zu verkleinern, dass er sich bei der nachfolgenden Operation  besser entfernen lässt, oder mögliche Komplikationen zu vermeiden.

Vor Beginn einer Strahlentherapie werden Sie von unseren Experten darüber aufgeklärt, warum diese Behandlung bei Ihnen notwendig ist und welche Nebenwirkungen auf Sie zukommen können. Sie haben dann in einem ausführlichen Gespräch Gelegenheit, mit Ihrem Onkologen und dem Strahlentherapeuten alle Ihre Fragen zu klären.

Die Chemotherapie

Chemotherapie ist die Behandlung einer Krebserkrankung mit Medikamenten, die das Zellwachstum schnell wachsender Zellen hemmen. Krebszellen gehören zu den schnell wachsenden und sich schnell vermehrenden Zellen.

Bei der Behandlung von Dickdarm- und Mastdarmkrebs wird eine Chemotherapie entweder nach einer Operation durchgeführt, wenn das Risiko besteht, dass sich die Krebserkrankung bereits ausgebreitet hat. Ihr Onkologe spricht dann von einer adjuvanten Chemotherapie. Wird die Chemotherapie vor der Operation durchgeführt, so dient sie dazu, den Tumor so zu verkleinern, dass er erfolgreich entfernt werden kann oder mögliche Folgen der Operation verringert werden können. Ihr Onkologe spricht dann von einer neoadjuvanten Chemotherapie. Eine Chemotherapie wird über mehrere Behandlungsabschnitte verteilt verabreicht. Man nennt diese Abschnitte „Zyklen“, wobei jedem Behandlungsabschnitt eine Erholungsphase folgt. Ein Chemotherapiezyklus dauert generell 21 bis 28 Tage und die anfängliche Behandlung umfasst typischerweise 4-6 Zyklen.

Da die Chemotherapie-Medikamente in der Regel mittels Spritze oder Infusion/"Tropf" in eine Vene verabreicht werden müssen, werden die Medikamente über die Blutbahn im gesamten Körper verteilt. Daher können auch Nebenwirkungen im ganzen Körper auftreten. Über alle Nebenwirkungen spricht Ihr behandelnder Arzt vor der therapie ausführlich mit Ihnen. Er erläutert Ihnen auch, welche Möglichkeiten es gibt, Ihre Beschwerden zu lindern. Wenn Sie Tipps, Erfahrungsaustausch oder Trost bei Betroffenen in Darmkrebs-Selbsthilfegruppen suchen oder das Angebot von LebensWert e.V. (in Köln) in Anspruch nehmen möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Lotsen. Bei ihnen erhalten Sie die gewünschten Informationen.

Gezielte Krebstherapie mit „Biologicals“

Beeindruckende Fortschritte in der Entschlüsselung des menschlichen Erbguts (Genomanalyse) haben auch die Entwicklung einer neuen Klasse von Krebsmedikamenten ermöglicht. Diese wirken gezielt an Stellen gestörter Informationsübertragung in der Krebszelle. Daher nennt man sie auch „gezielte Medikamente“, meist wird hierfür der englische Ausdruck „targeted drugs“ benutzt.

Die gezielte Krebstherapie mit sogenannten "Biologicals" ist ein neuer Ansatz in der Behandlung von Krebs. Sie beruht auf dem Prinzip, besondere Merkmale und Eigenschaften von Krebszellen zu bestimmen, die bei gesunden Körperzellen nicht vorkommen. Wissenschaftler haben entdeckt, dass Krebszellen meist Veränderungen in ihrer Erbsubstanz aufweisen. Die Fachleute sprechen von "Mutationen". Aufgrund dieses Wissens werden Medikamente entwickelt, die dann gezielt nur Krebszellen bekämpfen und gesunde Zellen verschonen sollen. Dennoch haben auch diese Medikamente Nebenwirkungen. Bei Vorliegen bestimmter medizinischer Voraussetzungen können "Biologicals" auch bei der Behandlung des Darmkrebses eingesetzt werden. Ihr behandelnder Onkologe wird Sie über die Möglichkeiten dieser Therapien informieren und wie bei allen Behandlungsarten ausführlich mit Ihnen die Vor- und Nachteile besprechen.

Weiterführende Informationen zu Substanzen der gezielten Krebstherapie erhalten Sie hier.

Für den Notfall

In einem Notfall benötigen Sie rasche Hilfe. Dazu gibt es die folgenden Möglichkeiten:

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Terminvereinbarung

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