Top-Navigation

{$labelLanguagenav}

Schriftgrößen-Navigation


Schmerzarten

Schmerzen können akut auftreten oder chronisch sein. Sie unterscheiden sich nach der auslösenden Ursache sowie der empfundenen Schmerzqualität

Akute schmerzen stehen meist in unmittelbarem Zusammenhang mit einem auslösenden Ereignis. Sie haben eine Warnfunktion, um den Körper vor Schaden zu schützen. Beispielsweise ziehen wir die Hand von der heißen Herdplatte oder schonen einen gebrochenen Arm. Chronische Schmerzen können hingegen auch dann weiterbestehen, wenn die auslösende Ursache beseitig wurde.

Nach ihrer Ursache können Schmerzen in vier Kategorien eingeteilt werden:

  1. Tumorbedingte Schmerzen
    stehen in direktem Zusammenhang mit einer Krebserkrankung. Ca. 60-90% der bei Krebskranken auftretenden Schmerzen werden zu dieser Gruppe gezählt. Sie können durch das Wachstum von Krebszellen in das umliegende Gewebe oder die Zerstörung, Verdrängung, Stauung oder Quetschung angrenzender Organe oder Gewebe durch das Krebswachstum ausgelöst werden. Zu den tumorbedingten Schmerzen gehören auch Schmerzen, die durch die Absiedlung von Krebszellen in anderen Organen hervorgerufen werden.
  2. Therapiebedingte Schmerzen
    entstehen durch die eigentliche Behandlung der Krebserkrankung. Beispielsweise bei der Durchtrennung von Nerven, Amputationen von Gliedmaßen oder der Entfernung von Organen bzw. Teilen von Organen. Meist sind es operative Eingriffe bei denen in heilender Absicht Gewebe durchtrennt oder entfernt wird. Schmerzen können aber auch als Folge einer Chemotherapie oder einer Bestrahlung auftreten.
  3. Tumorassoziierte Schmerzen
    nennt man Schmerzen, deren Ursache nicht in direktem Zusammenhang mit der Krebserkrankung stehen, jedoch durch diese im Verlauf begünstigt werden. Beispielsweise kann durch die Krebserkrankung oder die Therapie das Immunsystem geschwächt werden. In der Folge können schmerzhafte Entzündungen auftreten.
  4. Tumorunabhängige Schmerzen
    Selbstverständlich können auch bei Patienten, die an einer Krebserkrankung leiden wie bei jedem anderen gesunden Menschen akute oder chronische Schmerzen auftreten, die nicht in Verbindung mit dem Tumorgeschehen stehen. Häufig sind Migräne oder Kopfschmerzen, Rückenschmerzen sowie verschiedene Formen von Gelenkschmerzen.

Schmerzen können auch nach der Qualität des empfundenen Schmerzes wahrgenommen werden.  Häufig werden sie als scharf, spitz, dumpf, brennend oder stechend beschrieben. Die Schmerzqualität hilft dem Palliativmediziner einzuschätzen, welche Nervenfasern den Schmerz weiterleiten und welche Medikamente nötig sind.

> Zurück

© 2012 CIO Köln Bonn - Alle Rechte vorbehalten - intern - Impressum - Datenschutzerklärung - Sitemap