Bei leichteren tumorbedingten Schmerzen werden nicht-opioidhaltige Medikamente eingesetzt. Diese Medikamente wirken schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend und zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur in der Tumortherapie eingesetzt werden, sondern z.B. auch bei Kopfschmerzen oder Fieber. Bekannte Wirkstoffe dieser Gruppe sind Ibuprofen, Metamizol und Paracetamol.
Bei langfristiger Einnahme kann es zu Nebenwirkungen kommen. Diese können z.B. bei Ibuprofen Probleme mit der Magenschleimhaut sein. Diese Nebenwirkungen sind durch medikamentöse und nicht-medikamentöse Mittel im Allgemeinen gut behandelbar. In seltenen Fällen wird Ihr Arzt Ihnen einen Wechsel der Therapie vorschlagen.
Bei mäßigen bis starken Schmerzen empfiehlt die WHO Schmerzmittel der Stufe II. Dabei handelt es sich um schwach wirksame opioid-haltige Medikamente. Diese Medikamente (z.B. Tilidin oder Tramadol) werden dann zusätzlich zu den Medikamenten der Stufe I und eventuellen Begleitmedikamenten angewendet. Viele Patienten sind unsicher, ob sie opioid-haltige Medikamente einnehmen sollen. Dies ist verständlich, jedoch in der Schmerztherapie unbegründet. Die genannte Kombination von Medikamenten der Stufen I und II hat sich als sehr wirksam erwiesen. Schwach opioid-haltige Medikamente können zusätzlich noch in ihrer Dosierung erhöht werden, so dass erst bei sehr starken Schmerzen ein Wechsel auf andere Medikamente notwendig wird.
Mit der Gabe von opioid-haltigen Präparaten können Nebenwirkungen wie Verstopfung, Mundtrockenheit oder Müdigkeit auftreten. Bis auf die gut behandelbare Verstopfung sind diese Nebenwirkungen nur vorübergehend und sind durch begleitende Medikamente und auf nicht- medikamentösen Weg sehr gut zu lindern.
Haben Sie sehr starke Schmerzen so werden in der Regel stark Opioid-haltige Medikamente angewendet. Diese wirken im Gegensatz zu Medikamenten der Stufe II sehr stark und können zusätzlich noch in der Dosierung reguliert werden. Das bekannteste Präparat dieser Gruppe ist das Morphin, welches auch als Mittel der Wahl in der Empfehlung der WHO genannt wird. Entgegen der weit verbreiteten Meinung können Morphin und andere stark Opioid-haltige Medikamente bei angemessener Dosierung als Schmerzmittel über einen langen Zeitraum, z.B. Jahre, eingenommen werden, ohne eine Sucht zu verursachen. Auch steht Morphin schon lange nicht mehr als das „letzte Medikament“ zur Verfügung. Die Gabe von Morhpin besagt nur, dass Ihre Schmerzen im Moment sehr stark sind.
In einem Notfall benötigen Sie rasche Hilfe. Dazu gibt es die folgenden Möglichkeiten:
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