Im folgenden Abschnitt geben wir Ihnen einen Überblick über körperliche und seelische Beschwerden, die im Verlauf einer unheilbaren Erkrankung auftreten können. Das CIO Team wird alles tun, um die Beeinträchtigung Ihrer Lebensqualität durch krankheitsbedingte Symptome so gering wie möglich zu halten. Körperliche Symptome wie z.B. Übelkeit, Schmerzen oder Schlaflosigkeit sowie seelischer Nöte wie z.B. Angst, Hoffnungslosigkeit oder Trauer können erfolgreich therapiert werden. Dafür setzen wir die neuesten medizinischen Verfahren sowie bewährte medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden ein.
Körperliche und seelische Beschwerden beeinflussen sich nachgewiesenermaßen gegenseitig. Beispielsweise kann es den Erfolg einer Therapie negativ beeinflussen, wenn Sie durch Angst, Schmerz oder Hoffnungslosigkeit beeinträchtigt sind. Andererseits wird Ihr Krankheitsverlauf durch das Gefühl, informiert zu sein sowie die Kontrolle über Ihre Erkrankung bzw. über Krankheitssymptome wie z.B. Schmerzen zu haben, positiv beeinflusst.
Zu den wichtigsten und häufigsten möglichen Beschwerden gehören:
Viele Menschen denken, eine Krebserkrankung würde Schmerzen verursachen. Diese können, müssen aber nicht auftreten. Schmerzen treten jedoch nur in einigen Fällen auf. Fast immer kann mit einer modernen Schmerztherapie eine deutliche Linderung oder Beseitigung der krebsbedingten Schmerzen erreicht werden.
Je nachdem welches Organ vom Krebs befallen ist, können organspezifische Beschwerden auftreten. Atembeschwerden werden als sehr belastend empfunden und lösen häufig Angst aus. Sie können je nach Ursache jedoch gut bekämpft werden. Häufige Ursachen sind Wasseransammlungen im Bauchraum oder im Lungenfell sowie eine falsche Körperhaltung. Beispielsweise führt das Ablassen von Flüssigkeit schnell zu einer Erleichterung, wenn sich Wasser in der Lunge oder im Bauchraum angesammelt hat. Entstehen Atembeschwerden aus Angst, reicht oft ein Gespräch oder körperliche Nähe von vertrauten Personen, um die Angst zu nehmen. Sie als Patient sowie Ihre Angehörigen sollen sich sicher sein, dass Sie rasch einen Arzt erreichen können. Oft hilft ein Gespräch mit dem Priester/Seelsorger. Wichtig ist vor allem die Vermittlung der Gewissheit, dass die Atembeschwerden bald ausreichend gelindert sein werden. Eine gute Angstbewältigung (sei es medikamentös oder durch die Anwesenheit der Behandelnden) kann die Atembeschwerden häufig deutlich verbessern. Auch das Öffnen von Türen oder Fenstern kann helfen, Angst in Zusammenhang mit Atembeschwerden zu verringern. Ganz wichtig ist auch eine für Sie angenehme Köperhaltung welche Sie nicht einengt. Fast alle Patienten profitieren von einer aufrechten, sitzenden Position. In manchen Fällen kommt auch eine medikamentöse Therapie mit Morphin in Betracht, die sehr wirkungsvoll ist. Viele Patienten denken irrtümlicherweise, dass z.B. eine Lungenkrebserkrankung mit Luftnot einhergehen müsse. Das ist nicht richtig. Es ist richtig, dass das Gefühl von Luftnot in einigen Fällen auftreten kann. Wichtig ist es aber, dass Sie wissen, dass man Luftnot gut behandeln kann. Bitte melden Sie sich in diesen Fällen bei uns. Je nach Ursache lassen sich diese Probleme schon durch einfache medizinische, physikalische oder psychologische Maßnahmen wie z.B. eine Veränderung der Körperhaltung verbessern oder das Öffnen von Türen und Fenstern beheben.
Manchmal sind unsere Patienten sehr besorgt aufgrund von Appetitlosigkeit. Bitte sprechen Sie uns darauf an. Appetitlosigkeit ist nicht immer behandlungsbedürftig. In manchen Phasen schützt sich der Körper dadurch vor einer belastenden Nahrungsaufnahme. Dann wäre auch die Gabe künstlicher Nahrung nicht sinnvoll. Manchmal kann es aber sinnvoll sein, Medikamente zur Appetitanregung zu geben, oder Ihnen künstliche Nahrung zu verabreichen, wenn Sie aufgrund bestimmter Beschwerden nicht genug essen können, aber Hunger verspüren.
Viele Patienten haben Angst vor Nebenwirkungen der eingesetzten Medikamente. Das gilt insbesondere für starke Schmerzmittel (Opioide) wie z.B. Morphin. Zwar ist es richtig, dass dieses wichtige wirkungsvolle Schmerzmittel zu Verstopfung (Obstipation) und in vorübergehend zu Übelkeit bzw. Erbrechen oder dem Gefühl von Müdigkeit führen kann. Diese Nebenwirkungen sind jedoch behandelbar. Auch eine unberechtigte Angst vor „Sucht“ hält manche Patienten von der Medikamenteneinnahme ab. Es ist aber nicht sinnvoll, aufgrund von Ängsten auf eine gute Schmerztherapie o.ä. zu verzichten. Damit würden Sie sich in jedem Falle mehr schaden, als durch die Einnahme der Medikamente. Sprechen Sie Ihren Arzt auf Ihre Bedenken an.
Offene Fragen sowie die Ungewissheit, ob und wie die Krankheit fortschreitet, können Ängste und innere Unruhe hervorrufen. Neben der medizinischen Behandlung geben Ihnen in solchen Situationen speziell ausgebildete Mitarbeiter Hilfestellung bei der Verarbeitung von Ängsten, vorübergehenden Stimmungsschwankungen oder Depressionen.
Selten können Husten, Schluckstörungen oder Flüssigkeit in der Bauchhöhle, der sogenannte Aszites, auftreten.
In einem Notfall benötigen Sie rasche Hilfe. Dazu gibt es die folgenden Möglichkeiten:
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