Oberstes Ziel der modernen Schmerztherapie ist es, dass Sie schmerzfrei werden. Dies ist in über 90% aller Fälle durch Medikamente ohne zusätzlichen Infusionen, Spritzen, Katheter, Operationen oder sonstige invasive Maßnahmen möglich. Die Therapie kann unbegrenzt über Jahre hinweg erfolgen. Selbst bei einer Therapie mit Opioiden brauchen Sie keine Angst vor Abhängigkeit, Sucht oder Nebenwirkungen haben, wenn die Schmerztherapie auf Ihren individuellen Bedarf angepasst ist.
Je nach Schmerzursache werden unterschiedliche Medikamente verwendet, um den angenommenen Schmerzmechanismus möglichst optimal zu beeinflussen. Dabei ist meist die Kombination unterschiedlicher Medikamente sinnvoll, um eine wirkungsvolle und nebenwirkungsfreie Therapie zu ermöglichen.
Die folgenden Regeln sollten dabei beachtet werden:
Die Auswahl der Medikamente erfolgt nach der zu Grunde liegenden Ursache sowie der Stärke der Schmerzen. Oft hilft eine Kombination von Medikamenten die Dosierung einzelner Wirkstoffe wie z.B. von Opioid zu verringern. Es kann im Verlauf der Therapie notwendig sein, die Dosis der Schmerzmittel zu erhöhen. Sie sollten nicht davor zurückschrecken wenn der Arzt Ihnen eine Erhöhung der Dosis vorschlägt, um die Schmerzen zu behandeln. Eine Höchstdosis gibt es bei der Behandlung mit Opioiden (z.B. Morphin) im Gegensatz zu anderen Schmerzmitteln nicht. Auch bedeutet dies nicht, dass Ihre Krankheit fortgeschritten ist. Häufig sind Erhöhungen nur vorübergehend notwendig. Seien Sie nicht zurückhaltend mit Medikamenten, wenn Sie Schmerzen haben. Schmerzen sind auf Dauer kräftezehrend. Mit dieser Schwächung Ihres Körpers und Ihrer seelischen Belastbarkeit nehmen Sie sich auch Ressourcen, die Sie für Ihre Krebstherapie und auch zum Führen eines möglichst selbstbestimmten Lebens benötigen. Morphin kann in der richtigen Dosierung als Schmerzmedikament über Jahre hinweg eingenommen werden. Sie brauchen keine Angst vor Sucht oder Abhängigkeit zu haben. Bitten Sie Ihren behandelnden Arzt Ihnen einen persönlichen Medikamentenplan aufzuschreiben und zögern Sie nicht, ihn anzurufen, wenn Sie Fragen haben. Dazu wird er Ihnen bei Therapiebeginn seine Visitenkarte aushändigen.
In einem Notfall benötigen Sie rasche Hilfe. Dazu gibt es die folgenden Möglichkeiten:
Standort Köln:
Universitätsklinikum Köln
Telefon: 0221 / 478-0
Standort Bonn:
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228 / 287-15332
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