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Schilddrüsenkarzinom

Die IOP Schilddrüsenkarzinom koordiniert die interdisziplinäre Behandlung der Patienten mit einem Schilddrüsenkarzinom.

Beteiligt sind unter anderem

  • die Klink für Viszeralchirurgie (Schilddrüsenchirurgie mit stadienadaptierter Lymphadenektomie, Metastasenchirurgie)
  • die Klinik für Nuklearmedizin (präoperative Diagnostik, Radioiodtherapie, Radioioddiagnostik, FDG-PET, Nachsorge)
  • die Klinik II für Innere Medizin (Nachsorge, Behandlung bei Hypoparathyreoidismus)
  • die Klinik I für Innere Medizin (Chemotherapie, Targeted drug Therapie)
  • die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (zervikale Lymphknotendissektion, Nachsorge bei Rekurrensparese)
  • die Klinik für Strahlentherapie (Strahlenbehandlung bei lokoregionären Rezidiven und bei distanten Metastasen)
  • das Institut für Radiologische Diagnostik (gesamtes radiologisches Untersuchungsspektrum) und
  • das Institut für Pathologie (Zytologie, Schellschnittuntersuchung, Histologie, Referenzbegutachtung).

Die Standard Operating Procedure (SOP), angelehnt an die Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft, ist Grundlage der Behandlung im CIO Köln Bonn und garantiert unseren Patienten auf diese Weise eine qualitätsgesicherte Behandlung auf höchstem Niveau. Die Patientenversorgung erfolgt über separate Sprechstunden der einzelnen Kliniken. Während der interdisziplinären Tumorboards in Köln und Bonn werden komplexe Befunde gemeinsam besprochen.

Radiojodtherapie und die Radiojoddiagnostik

Die Radiojodtherapie und die Radiojoddiagnostik erfordern eine deutliche TSH-Stimulation, was bisher nur durch einen mehrwöchigen Schilddrüsenhormon-Entzug zu erzielen war. Dies hatte nach operativer Schilddrüsenentfernung eine schwere Schilddrüsenunterfunktion zur Folge. Nunmehr kann diese mehrwöchige Unterfunktion dem Patienten durch eine zweimalige Injektion von rekombinantem humanem TSH (rhTSH) (Thyrogen®) erspart werden. RhTSH ist zur Radioiodtherapie bei der Entfernung (Ablation) von postoperativ verbliebenem Restschilddrüsengewebe, zur Radioioddiagnostik sowie zur Thyreoglobulin-Bestimmung unter TSH-Stimulation zugelassen. Die beiden Injektionen von rhTSH erfolgen vor der Gabe von radioaktivem Iod (I-131) prästationär in der Klinik für Nuklearmedizin der Uniklinik Köln oder in der Klinik für Nuklearmedizin der Uniklinik Bonn.

Thyreoglobulin (Tg)-Messung

Die Thyreoglobulin-Messung unter rhTSH ist ein sehr sensitiver Labormarker in der Nachsorge des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms. Die Nachsorge wird durch die ambulante Bestimmung von Thyreoglobulin unter Schilddrüsenhormonmedikation oder unter rhTSH vereinfacht. Hierdurch kann bei vielen Patienten auf einen erneuten stationären Aufenthalt und eine weitere bildgebende Diagnostik mit Strahlenexposition verzichtet werden. Die beiden Injektionen von rhTSH werden ambulant in den Kliniken für Nuklearmedizin der Uniklinik Köln oder Bonn vorgenommen.

Möchten Sie sich im CIO Köln Bonn behandeln lassen, können Sie Details zu den Sprechstunden zum Schilddrüsenkarzinom im Folgenden nachlesen:
Sprechstunden Schilddrüsenkarzinom

Für Patienten, Angehörige und Freunde bietet die Schilddrüsenliga eine Vielzahl an Informationen und Hilfestellungen. In der Klinik  für Nuklearmedizin der Uniklinik Köln werden regelmäßige Treffen der Selbsthilfegruppe unter der Leitung von Frau Barbara Schulte und Frau Manuela Kuniewicz angeboten. In Bonn finden regelmäßige Treffen in der SEKIS statt. Auf der Website der Schilddrüsenliga finden Sie alle wichtigen Hinweise zu Ort und Zeit. In dringenden Fällen erreichen Sie Frau Schulte und Frau Kuniewicz auch direkt via E-Mail unter info[at]schilddruesenliga.de. Das bundesweite Selbsthilfe-Forum bei Schilddrüsenkrebs Ohne Schilddrüse leben e.V. dient dem Erfahrungsaustausch und bringt Menschen zusammen, die ohne Schilddrüse insbesondere nach einer Krebsdiagnose leben müssen.


Zur Person:

 

Prof. Dr. med. Markus Dietlein

  • federführender Autor der Verfahrensanweisungen der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN)
  • eingebunden in die Erstellung der nationalen S3-Leitlinie zum Schilddrüsenkarzinom unter Koordination der „Sektion Schilddrüse“ der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
  • Autor einer bei Thieme-Refresher Onkologie erschienene Übersichtsarbeit (http://cme.thieme.de)
  • Weitere onkologische Forschungsschwerpunkte: Therapiemonitoring mittels der PET beim Hodgkin Lymphom (HD15, HD18 der Deutschen Hodgkin Studiengruppe), beim Bronchialkarzinom und beim Ösophaguskarzinom sowie in Integration der Radioimmuntherapie bei Lymphomen in ein interdisziplinäres Behandlungskonzept.
  • Aktuelle Übersichtsarbeiten zur Schilddrüse betreffen das Calcitonin-Screening bei Schilddrüsenknoten (Dietlein M et al, Nuklearmedizin 2008, 47(2):65-72)

Aktuelle Übersichtsarbeiten zu Verfahrensanweisungen:
Dietlein M et al, Nuklearmedizin 2007, 46(5): 206-212
Dietlein M et al, Nuklearmedizin 2007, 46(5): 213-219
Franzius C et al, Nuklearmedizin 2007, 46(5): 224-231

Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Biersack

  • wissenschaftliche Schwerpunkte: Diagnose und Therapie des fortgeschrittenen differenzierten und teilweise entdifferenzierten Schilddrüsenkarzinoms. Hier wurden entsprechende Kriterien für die FDG-PET-CT erarbeitet (Palmedo H et al, J Nucl Med 2006, 47:616-624 und Leitlinie)
  • Einsatz von Lu-177 / Y-90 markierten Peptiden bei Patienten, die keine Jodspeicherungen in Metastasen aufweisen (Gao Z et al, J Cancer Res Clin Oncol 2004, 130:649-656)

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Für den Notfall

In einem Notfall benötigen Sie rasche Hilfe. Dazu gibt es die folgenden Möglichkeiten:

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CIO Köln Bonn

Standort Köln:
Universitätsklinikum Köln
Telefon: 0221 / 478-0

Standort Bonn:
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228 / 287-15332

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