last updated at 16.11.2016

CIO Kinderonkologie

Krebs bei Kindern

In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 2.000 Kinder und Jugendliche im Alter bis 18 Jahre an Krebs. Die Leukämien stellen dabei mit etwa einem Drittel der Fälle die größte Gruppe. Das bedeutet, dass jährlich etwa 700 Kinder und Jugendliche in Deutschland an einer Leukämie erkranken. Die zweithäufigste Diagnose sind die Lymphome, gefolgt von Tumoren des zentralen Nervensystems (Hirntumoren) und des peripheren Nervensystems (Neuroblastom).
Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister, Mainz

Dank der modernen medizinischen Möglichkeiten können heute drei von vier Patienten unter 18 Jahren langfristig geheilt werden. 

In den kinderonkologischen und -hämatologischen Stationen und Ambulanzen der Kölner und Bonner Kinderklinik werden Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre mit Blut- und Krebserkrankungen diagnostiziert nach den Therapieprotokollen der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) sowie standardisierter Behandlungskonzepte der internationalen Fachgesellschaften. Dabei werden die Patienten häufig wechselnd stationär, teilstationär und ambulant behandelt. 

Die Kinderonkologien in Bonn und Köln erfüllen alle Voraussetzungen der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über Maßnahmen zur Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit hämato-onkologischen Krankheiten.

Wissenschaftlicher Schwerpunkt ist in Köln das Neuroblastom, der häufigste extrakranielle solide Tumor bei Kindern (klinische Forschung, experimentelle Forschung, Referenzlabor für molekulare und Immunmarker), die Behandlung von Hirntumoren und die Prüfung neuer Medikamente für Kinder und Jugendliche mit malignen Tumoren.

In Bonn liegen die Schwerpunkte bei der Behandlung und Erforschung der Keimzelltumore. Das Behandlungsprotokoll für die Keimzelltumoren des Kopfes ist eingebettet in das deutsche Hirntumor-Netzwerk für Kinder. Ein weiterer Schwerpunkt ist die allogene Blutstammzelltransplantation zur Behandlung von Patienten mit therapierefraktären oder rezidivierten Leukämien und anderen Systemerkrankungen. Übergeordnete Forschungsaktivitäten betreffen die Langzeitfolgen von Krebserkrankungen im Kindesalter und ihrer Therapie sowie ihre Auswirkung auf die Lebensqualität.

Die Krebserkrankung eines Kindes betrifft alle Familienmitglieder. Das familiäre und soziale Leben wird durch die oft lang andauernde Behandlung meistens gravierend verändert. Um den Kindern und Jugendlichen sowie den Eltern und Geschwistern in dieser Zeit Hilfestellungen zu geben, sind in den Kinderonkologien in Köln und Bonn auch psychosoziale Dienste und ein pädiatrisches Palliativteam ein wichtiger Bestandteil des medizinischen Behandlungsteams.


Kontakt

Klinik für Kinderonkologie und -hämatologie
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Uniklinik Köln
Kerpener Straße 62
50937 Köln

Leitung: Prof. Dr. Thorsten Simon

Patientenanmeldung

+49 (0)221 478-6800

Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
Zentrum für Kinderheilkunde
Universitätsklinikum Bonn
Adenauerallee 119
53113 Bonn

Direktorin: Prof. Dr. Dagmar Dilloo

Patientenanmeldung

+49 (0)228 287-33257

 CIO ambulance – Cologne +49 221 / 478-87660 · Bonn +49 228 / 287-17059