Projektbeschreibung

Methode
Am Projekt isPO  wirken alle Sektoren des Gesundheitswesens mit.
Das Projekt wird im Ballungsraum Köln und drei Regionen in NRW im Rahmen von ärztlich geleiteten Versorgungsnetzwerken (onkologisches Zentrum und niedergelassene Ärzte) realisiert. 

Je nach individuellem Bedarf erhält ein Krebspatient unter Einbeziehung der Patientenselbsthilfe eine psychosoziale und/oder psychoonkologisch-psychotherapeutische Versorgung. Diese wird von geschulten Psychoonkologen im ärztlichen Auftrag erbracht. Die gestufte Versorgung beginnt mit der Krebsdiagnose und wird über einen Zeitraum von 12 Monaten sektorenübergreifend erbracht. Sämtliche Leistungen der psychoonkologischen Versorgung sind in Versorgungspfaden schriftlich dargelegt. Verfahrensanweisungen regeln die Leistungserbringung, die Dokumentation, die Organisation sowie die Prüfung der Versorgung. Um eine qualitativ hohe und geregelte Versorgung zu garantieren und die notwendigen administrativen Aufgaben schnell und effizient zu erledigen, werden moderne informationsverarbeitende Technologien der Versorgungsdokumentation, -steuerung und Qualitätssicherung erstellt.
Sämtliche Elemente des isPO-Projektes gehen in das psychoonkologische Versorgungsprogramm ein.

Evaluation
Das isPO-Programm wird umfassend erprobt, geprüft und bewertet. Dabei werden folgende Ziele angestrebt:

1. Es soll ein Programm geschaffen werden, welches die Anforderungen an eine
    flächendeckende Umsetzung im deutschen Gesundheitswesen erfüllt.
2. Es soll die Qualität des Programmes sichergestellt werden.
3. Es soll geprüft werden, ob die psychoonkologische Patientenversorgung im
    Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung wirksam erbracht werden
    kann.

Übertragbarkeit
Bei Projektende liegen sämtliche Ergebnisse vor, die eine Übertragung des isPO-Programms in das Gesundheitswesen begründen und technisch ermöglichen. Zudem soll eine Übertragung des Programms auf die Versorgung anderer als onkologisch erkrankter Patienten möglich sein.

Projektlaufzeit
48 Monate, vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2021

Projektbeschreibung auf der Webseite des Gemeinsamen Bundesausschusses

Flyer

Onkolotsen

Projektmanagement

Prof. Michael Hallek (li.) und PD Dr. Michael Kusch

Federführende Institution:
Klinik I für Innere Medizin, Uniklinik Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor

Projektleitung:
PD Dr. Michael Kusch – Psychoonkologische Versorgungsforschung
Klinik I für Innere Medizin & Verein LebensWert, Uniklinik Köln

Externe Evaluation
Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft
Universität zu Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Holger Pfaff, Direktor
www.imvr.de

Patientenvertretung
Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V.
Ansprechpartner: Ralf Rambach, Vorsitzender
www.hausderkrebsselbsthilfe.de

Aktivitäten

29. August 2018:
isPO-Auftaktveranstaltung von 16.00-18.00 Uhr
im LFI, Hörsaal 5 der Uniklinik Köln

23. März 2018:
Versorgungspartner in NRW unterzeichnen Absichtserklärung
CIO-News

19. März 2018:
1. Lenkungsausschuss-Sitzung
in Köln

22. Februar 2018:
Vortrag zum Deutschen Krebskongress (DKK) 2018 in Berlin

25./26. Januar 2018:
Klausurtagung CAPSYS

Ein Kernelement von isPO ist die Entwicklung einer IT-gestützten Leistungsdokumentation. Zur patientenbezogenen Planung, Lenkung und Prüfung des Versorgungsgeschehens wird ein computerbasiertes Assistenzsystem namens CAPSYS2020 programmiert. Um die Anforderungen an dieses System zu spezifizieren, ging ein Teil des isPO-Teams für zwei Tage im Haus Nordhelle in Meinerzhagen in Klausur. Ziel war es, eine gemeinsame Sprache zu zentralen Konzepten des Projektes zu finden und über die zentralen psychoonkologischen Versorgungsinhalte und Versorgungsprozesse zu diskutieren. Der intensive Austausch gerade zu Beginn dieses Großprojektes trug dazu bei, die komplexen Sachverhalte abzustimmen und transparent  zu machen.

v.l.n.r.: Michael Kusch*, Hildegard Labouvie*, Anja Gattinger (LebensWert e.V., Uniklinik Köln), Jan Cwik (Klinische Psychologie und Psychotherapie, Humanwissenschaftliche Fakultät, Universität Köln), Imke Jenniches (Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft, Universität Köln), Martin Eckert**, Anna Hagemeier (Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik, Universität Köln), Lisa Derendorf (Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie, Uniklinik Köln), Peter Haas**, Dieter Busch**, Gregor Hültenschmidt**

*Uniklinik Köln; Klinik I für Innere Medizin, Bereich: Klinische Psychoonkologie
**Medizinische Informatik, Fachhochschule Dortmund

10. Oktober 2017:
Projektinterne Kick-off-Veranstaltung
mit allen Projektpartnern in Köln

14./15. August 2017:
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO) in Berlin
isPO-Poster zur Veranstaltung

4. August 2017:
Pressemitteilung:
Psychoonkologische Versorgung für Deutschland

29. Juni 2017:
"Brennpunkt Onkologie" der DKG in Berlin
Projektpräsentation und Diskussion

27. Juni 2017:
Projektbewilligung durch den GB-A  /
Fördervolumen: 9.108.909 Euro

Kooperationspartner

Am 10. Oktober trafen sich alle Netzwerkpartner in Köln
zu einem initialen Treffen.
v.l.n.r.: Prof. Dr. Holger Pfaff, Prof. Dr. Michael Hallek, Ralf Rambach, Ulrich Adler, Dr. Ursula Marschall, Prof. Dr. Alexander Gerlach, Prof. Dr. Martin Hellmich, Prof. Dr. Peter Haas, Martin Schneider, Dr. Nadine Scholten, PD Dr. Michael Kusch, Anna Arning, Hildegard Labouvie, Prof. Dr. Stephanie Stock, Dr. Margret Schrader

Kooperierende Krankenkassen

AOK Rheinland/Hamburg, Die Gesundheitskasse
Ansprechpartner: Christian G.G. Sorg, Unternehmenssteuerung
https://rh.aok.de/

BARMER
Ansprechpartner: Dr. med. Ursula Marschall, Abteilungsleitung Medizin und Versorgungsforschung; Herr Martin Schneider, BARMER Landesvertretung NRW
www.barmer.de

Techniker Krankenkasse, Landesvertretung NRW
Ansprechpartner: Günter Van Aalst, Leiter der TK - Landesvertretung NRW
https://www.tk.de/tk/regional/nordrhein-westfalen/114700

Netzwerkpartner - Standort Köln

Centrum für Integrierte Onkologie Köln Bonn, Standort Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Jürgen Wolf,
Netzwerkkoordinator: Dr. rer. medic. Steffen Krebs
http://www.cio-koeln-bonn.de/

LebensWert e.V.
Ansprechpartner: Uwe Schwarzkamp
http://www.vereinlebenswert.de/

Praxisgemeinschaft Internistischer Onkologie und Hämatologie, Köln
Ansprechpartner: PD Dr. Marcel Reiser
http://koeln.pioh.de/

Qualitätszirkel Dermato-Onkologie Köln
Ansprechpartner:  Dr. Christina Hecker
www.eczem.de/qz/

Versorgungssystementwicklung, -optimierung, -evaluation

Versorgungskonzept
Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität zu Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Alexander Gerlach, Lehrstuhlinhaber
https://www.hf.uni-koeln.de/30331

Versorgungsnetzwerk
Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Ullrich Graeven, Vorsitzender;
Frau Anna Arning, stellvertretende Geschäftsführerin
www.krebsgesellschaft-nrw.de

Versorgungs- und Qualitätsmanagement
Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie, Uniklinik Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Stephanie Stock, Kommissarische Institutsleitung
gesundheitsoekonomie.uk-koeln.de

Versorgungstechnologie

Versorgungsoperationalisierung
Klinik I für Innere Medizin & Verein LebensWert, Uniklinik Köln
Ansprechpartner: PD Dr. Michael Kusch / Hildegard Labouvie, Dipl.-Psych.
www.vereinlebenswert.de

Versorgungsstatistik
Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie, Uniklinik Köln
Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Hellmich
imsieweb.uni-koeln.de

Versorgungstelematik
Medizinische Informatik, Fachhochschule Dortmund
Ansprechpartner: Prof. Dr. Peter Haas
www.fh-dortmund.de/de/fb/4/index.php