Letzte Aktualisierung: 27.06.2016

IOP Speicheldrüsenkrebs

Die IOP Speicheldrüsenkrebs bildet eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe zur Koordination der Diagnostik und Therapie sowie der Nachsorge von Patienten mit einem Speicheldrüsenmalignom. Ziel der Arbeitsgruppe ist die fächerübergreifende Therapieoptimierung für Patienten mit bösartigen Erkrankungen der großen und kleinen Kopfspeicheldrüsen. Hierzu erfolgte die Erarbeitung standardisierter Behandlungspfade für das vielfältige Spektrum an Karzinomerkrankungen dieser Organgruppe in Form einer CIO-adaptierten Leitlinie - die SOP Parotiskarzinom. SOPs sind Standard Operating Procedures, die sich eng an die interdisziplinären Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft anlehnen, und eine Orientierungshilfe bei der schnellen und umfassenden Abklärung und Behandlung von Patienten darstellen. 

Schwerpunkte der klinischen Tätigkeit liegen in der Tumorchirurgie und der postoperativen sowie definitiven Strahlentherapie. Die beiden universitären Standorte Köln und Bonn sind seit vielen Jahren europaweite Schwerpunktzentren für Erkrankungen der Kopfspeicheldrüsen.

Beteiligte Einrichtungen an beiden Standorten:

  • Kliniken für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde / Chirurgie (Primärdiagnostik, chirurgische Resektion einschließlich ggf. erforderlicher Rekonstruktion und Chirurgie der regionären Lymphabflusswege, Nachsorge)
  • Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichts-Chirurgie (Zahnsanierung, interdisziplinäre operative Therapie bei Befall der Kieferknochen)
  • Klinik für Neurochirurgie
  • Kliniken für Innere Medizin (Onkologie / Chemotherapie mit adjuvanter, primärer und palliativer Zielsetzung)
  • Radiologische Kliniken, Abteilung Strahlentherapie (Radiatio mit adjuvanter und palliativer Zielsetzung), sowie Abteilung Diagnostische Radiologie (gesamtes Spektrum der radiologischen Bildgebung)
  • Institute für Pathologie (Schnellschnittuntersuchung, Histologie)
  • externe Partner, z. B. Heidelberger Ionenstrahl Therapiezentrum (HIT)

Aktivitäten der IOP:

  • eine interdisziplinär eng verzahnte Patientenversorgung in Zusammenarbeit mit den Instituten für Pathologie und den Kliniken für Strahlentherapie im Bereich Forschung und Therapie
  • gemeinsame Tumorsprechstunden mit den Radioonkologen - komplexe Fälle werden im interdisziplinären Tumorboard besprochen
  • Evaluation etablierter und innovativer diagnostischer und therapeutischer Vorgehensweisen (u. a. elektive Neck dissection, palliative Therapiekonzepte) in retro- und prospektiven Studien
  • Aktualsierung der SOP Parotiskarzinom  - regelmäßig bzw. bei neuen Forschungserkenntnissen
  • Durchführung Klinischer Studien zur Diagnostik, Behandlung, Nachsorge und Kostenanalyse

Leitung Köln

Prof. Dr. Dirk Beutner

stellv. Direktor
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Uniklinik Köln

+49 (0) 221 478-4750
PD Dr. Dr. Matthias Kreppel

Assistenzarzt
Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Uniklinik Köln

+49 (0) 221 478-96555

Leitung Bonn

Oberarzt
Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Bonn

 CIO Ambulanz – Köln 0221 / 478-87660 · Bonn 0228 / 287-17059