Letzte Aktualisierung: 01.09.2016

         Brustkrebs (Mammakarzinom)

Anzahl der aktuell aktiven Studien im CIO:
18

Brustkrebs (Mammakarzinom)

Diagnose und Therapie

Der weibliche Brustkrebs ist die häufigste Krebsart der Frau. Statistisch erkrankt jede siebte Frau im Laufe ihres Lebens daran. Dank moderner Diagnostik wird Brustkrebs heute immer früher erkannt. Somit erhöht sich auch die Aussicht auf Heilung.

Mögliche Symptome für Brustkrebs können sein:

  • Knoten oder Gewebeverhärtungen im Bereich der Brust oder der Achselhöhle
  • Veränderungen von Größe und Aussehen der Brust
  • eingezogene Brustwarzen
  • Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze
  • therapieresistente Entzündungen

Im CIO werden unsere Patientinnen und Patientenvon Beginn an persönlich betreut. Außerdem bieten wir Angehörigen von Brustkrebs-Patientinnen eine Risikoberatung und Gentestung bei familiärer Vorbelastung.

Risiko und Früherkennung

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.

Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, steigt besonders ab dem 50. Lebensjahr. Deshalb gibt es im Rahmen eines gesetzlichen Früherkennungsprogramms für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre ein Mammographie-Screening-Angebot.

Wir empfehlen Ihnen deshalb die regelmäßige Teilnahme am Screening.

Erstkontakt im CIO

Beim ersten Gespräch mit den behandelnden Ärzten wird zunächst überprüft, ob alle wichtigen Informationen und Befunde vorliegen und – falls nicht – werden zunächst entsprechende Untersuchungen veranlasst. Die Patientinnen werden auf Wunsch schon ab dem ersten Gespräch durch eine Breast-Care-Nurse oder eine Psychoonkologin unterstützt, die ihnen auch im Laufe der weiteren Behandlung zur Seite stehen.

Im ersten Schritt der Diagnose geht es bei einem Verdacht auf Brustkrebs zunächst darum, sicher festzustellen, ob es sich bei einem Knoten in der Brust wirklich um Krebs handelt. Bildgebende Verfahren sind dabei neben Ultraschall die Mammographie oder die Magnetresonanztomographie. Bei den Patientinnen wird nach gründlichen Untersuchungen der Brust zunächst eine Gewebeprobe entnommen, um genaue Aussagen über den Knoten treffen zu können. Die Gewebeentnahme (Biopsie) ist ein relativ einfacher Eingriff und kann normalerweise ambulant und in örtlicher Betäubung erfolgen.

Sobald alle Befunde vorliegen, erarbeiten Spezialisten aus den Fachdisziplinen Gynäkologie/Senologie, internistische Onkologie,  Radiologie, Pathologie und Radio-Onkologie in den regelmäßig stattfindenden Tumorboards gemeinsam eine individuelle Therapieempfehlung für die jede Patientin.

Die Voraussetzung für eine passgenaue Therapieempfehlung sind eine gute Diagnostik und viel Erfahrung bei der Einschätzung der Untersuchungsergebnisse.

Standard Operating Procedures: Eigene Leitlinien sichern die Qualität der Behandlung

In den Therapieentscheidungen orientieren sich die CIO-Experten an den nationalen S3-Leitlinien der jeweiligen Fachgesellschaften. Darüber hinaus gibt es im CIO zu fast allen Krebserkrankungen in den Köln/Bonner interdisziplinären onkologischen Projektgruppen (IOPs) eigene Behandlungsleitlinien (SOPs). Die IOP Brustkrebs arbeitet an der Verbesserung der Maßnahmen zur Früherkennung und Therapie dieser Erkrankung. 

Brustkrebszentren im CIO

Unsere zertifizierten Brustzentren bieten ihren Patientinnen eine interdisziplinäre Behandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dank der engen Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen wird für jede Patientin eine sichere Diagnose und eine individuell auf sie abgestimmte Therapie gewährleistet. 

Brustkrebszentrum im CIO Köln

Brustkrebszentrum im CIO Bonn

Behandlung bei Brustkrebs

Angewandte Behandlungsmethoden bei Brustkrebs sind neben der operativen Entfernung des Tumors und der Strahlentherapie auch medikamentöse Therapien: Durch schonende, minimalinvasive Operationstechniken kann die Entfernung der gesamten Brust in den meisten Fällen vermieden werden. Sollte aus medizinischen Gründen eine Entfernung der Brust notwendig sein, beraten erfahrene Operateure die Patientinnen über die Möglichkeiten der sofortigen oder verzögerten Brustrekonstruktion.

Bei den medikamentösen Therapien handelt es sich zum Beispiel um Hormon- oder Chemotherapien. Je nach Tumorgröße, kann es sinnvoll sein, den Tumor vor einer Operation mit Medikamenten zu verkleinern oder zu beseitigen (neoadjuvante Therapie). Nach der Operation kann eine medikamentöse Behandlung erfolgen, um sicherzugehen, dass vielleicht noch vorhandene Krebszellen beseitigt sind und Rückfälle somit bestmöglich zu vermieden werden (adjuvante Therapie).

Gentestung und Risikoberatung für erblichen Brustkrebs:

Familiärer Brustkrebs

Etwa zehn Prozent aller Brustkrebsfälle sind erblich bedingt: Sie sind auf Veränderungen in bestimmten Genen zurückzuführen, die über die Keimzellen (Ei- und Samenzelle) an die Nachkommen vererbt werden können. Für Angehörige gibt es deswegen an den Brustzentren des CIO eine Risikoberatung und Gentestung für erblichen Brustkrebs.

Die Erforschung und Therapie erblicher Brustkrebserkrankungen ist einer der Forschungsschwerpunkte im CIO. Zielsetzung ist die kontinuierliche Verbesserung der Beratung und Betreuung der Patientinnen und Ratsuchenden. Ein weiteres zentrales Anliegen ist es, unsere Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des familiären Brustkrebses in die klinische Versorgung umzusetzen. 

Supportive Maßnahmen

Allen schwer erkrankten Patienten und ihren Angehörigen ermöglichen wir grundsätzlich die Mitbetreuung durch die Palliativmedizin. Diese kann parallel zur therapeutischen Behandlung stattfinden. Unsere Erfahrungen mit diesem Modell der frühen palliativen Intervention sind durchweg positiv.

Unser ganzheitlicher Behandlungsansatz spiegelt sich auch in dem umfangreichen Behandlungsangebot aus dem Bereich der Psychoonkologie wider.

Darüber hinaus stellen wir folgende Angebote bereit:

 CIO Ambulanz – Köln 0221 / 478-87660 · Bonn 0228 / 287-17059