Letzte Aktualisierung: 14.10.2016

Familiärer Darmkrebs (HNPCC)

Etwa fünf bis sieben Prozent aller Darmkrebsfälle werden durch eine Veränderung der Erbinformation (Mutation der DNA) verursacht.

Die Veranlagung zu HNPCC wird von einem Elternteil geerbt und ist damit von Geburt an vorhanden. Der familiäre Darmkrebs kann daher bereits im jungen Lebensalter auftreten. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit liegt bei 80 Prozent. Deshalb sind rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen besonders wichtig.

Darmkrebs gehört zur Gruppe der Gastrointestinalen Tumoren. Diese gehören zu den Forschungsschwerpunkten im CIO.

Einige der verantwortlichen defekten Erbanlagen sind bereits bekannt und können mit Hilfe von genetischen Tests nachgewiesen werden. Durch die Mutation kommt es zu einer fehlerhaften „Selbst-Reparatur“ der Körperzellen, so dass besonders früh und besonders häufig weitere Veränderungen der Erbinformation (Mutationen) auftreten. Beim erblich bedingten Darmkrebs treten verstärkt Karzinome im Dickdarm, im Dünndarm, in der Gebärmutter (Uterus), den Eierstöcken (Ovarien), der Harnblase und im Magen auf.

Bei Verdacht auf eine solche Erkrankung wird neben einer humangenetischen Beratung auch eine feingewebliche Diagnostik eingeleitet. Diese ermöglicht eine schnelle Einschätzung, ob ein „familiärer Darmkrebs“ vorliegt.

Ansprechpartner

Im Zentrum für erbliche Tumorerkrankungen (Bonn) und im Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs (Köln) können sich Patienten und Angehörige über ein familiär erhöhtes Darmkrebsrisiko informieren und genetisch testen lassen.

 CIO Ambulanz – Köln 0221 / 478-87660 · Bonn 0228 / 287-17059