Letzte Aktualisierung: 01.09.2016

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom): Diagnose und Therapie

Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 27.000 Frauen an einem bösartigen gynäkologischen Tumor, davon etwa 7.000 an einer Krebserkrankung des Eierstocks. Die meisten Patientinnen kommen zu uns, weil ihr Arzt bei einer Ultraschalluntersuchung eine Veränderung der Eierstöcke festgestellt hat.

Zertifizierte Gynäkologische Krebszentren

In den DKG-zertifizierten Gynäkologischen Krebszentren in Köln und Bonn werden sämtliche Tumorerkrankungen der weiblichen Genitalorgane behandelt. Unsere Therapiekonzepte beruhen auf den aktuellsten Forschungserkenntnissen. Dies beinhaltet auch die Teilnahme an multizentrischen Therapiestudien der großen deutschen Studiengruppen sowie an eigenen klinischen Studien.

Bei Eierstockkrebs gibt es keine typischen Symptome, die von Anfang an auf die Erkrankung hinweisen. Frauen (vor allem ab dem Alter von 50 Jahren) sollten aber weitergehend untersucht werden, wenn folgende Anzeichen vermehrt auftreten:

  • Völlegefühl,
  • Blähungen oder
  • unspezifische (Druck-) Schmerzen im Unterleib

Erstkontakt im CIO

Beim ersten Gespräch mit den behandelnden Ärzten in den gynäkologischen Krebszentren des CIO wird zunächst überprüft, ob alle wichtigen Informationen und Befunde vorliegen und – falls nicht – werden zunächst entsprechende Untersuchungen veranlasst.

Zur sicheren Diagnose von Eierstockkrebs ist in der Regel ein operativer Eingriff nötig. Durch eine Gewebeprobe kann der Pathologe noch während der Operation feststellen, ob es sich wirklich um Eierstockkrebs handelt. Nur wenn der Befund eindeutig feststeht, wird der Tumor so weit wie möglich direkt entfernt. Das Ausmaß des Eingriffs hängt vom jeweiligen Entwicklungsgrad des Tumors ab.

Im weiteren beraten die Spezialisten aus der Internistischen Onkologie, der Gynäkologie/Senologie, Radiologie, Pathologie und Radio-Onkologie in den regelmäßig stattfindenden Tumorboards gemeinsam über eine individuelle Therapieempfehlung für die jeweilige Patientin.

Etwa zehn Prozent aller Fälle von Eierstockkrebs sind erblich bedingt: Sie sind auf Veränderungen in bestimmten Genen zurückzuführen, die über die Keimzellen (Ei- und Samenzelle) an die Nachkommen vererbt werden können. Für Angehörige gibt es deswegen eine

Risikoberatung und Gentestung für erblichen Eierstockkrebs 

Standard Operating Procedures: Eigene Leitlinien sichern die Qualität der Behandlung

In den Therapieentscheidungen orientieren sich die CIO-Experten an den so genannten S3-Leitlinien der jeweiligen Fachgesellschaften. Darüber hinaus gibt es im CIO zu fast allen Krebserkrankungen in den Köln/Bonner interdisziplinären onkologischen Projektgruppen (IOPs) eigene Behandlungsleitlinien (SOPs). Die IOP Eierstockkrebs arbeitet an der Verbesserung der Massnahmen zur Früherkennung und Therapie dieser Erkrankung.

Familiärer Eierstockkrebs

Die personalisierte Prävention und Therapie des Ovarialkarzinoms ist einer der bedeutenden Forschungsschwerpunkte im CIO. Zielsetzung der Forscher ist es, die vielfältige Architektur dieser Krebsart weiter aufzuschlüsseln, neue Risikofaktoren zu identifizieren und dieses Wissen für die Patientinnen nutzbar zu machen.

Für die Angehörigen von Patientinnen mit Eierstockkrebs bieten wir außerdem eine Risikoberatung und genetische Testung an.

         Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Anzahl der aktuell aktiven Studien im CIO:
6

Fortschritte in der Behandlung von Eierstockkrebs

Für Patientinnen mit der Diagnose Eierstockkrebs konnte die Behandlung in den letzten Jahren deutlich verbessert werden:

  • Die Sicherheit der komplexen operativen Eingriffe wurde erhöht
  • Unsere Fachärzte wenden die neusten Operationstechniken an und behandeln die Patientinnen mit modernen Narkose- und Schmerzmitteln
  • Die medikamentöse Therapie (meist Chemotherapie) des Ovarialkarzinoms ist heute besser verträglich und besser wirksam.

Durch diese Massnahmen haben sich nicht nur die Lebensqualität sondern auch die Überlebensraten der Patientinnen verbessert.

Durch intensive Forschung und die Teilnahme und Entwicklung von klinischen Studien, tragen wir zur Weiterentwicklung der therapeutischen und diagnostischen Standards der Eierstockkrebsbehandlung aktiv bei. Neue, zielgerichtete Therapien sind seit einiger Zeit in Erprobung und erste Studienergebnisse zeigen deren Nutzen für die Behandlung der Pateinnen. Erfahren Sie mehr über die klinischen Studien am CIO Köln Bonn.

Supportive Maßnahmen

Allen schwer erkrankten Patientinnen und ihren Angehörigen ermöglichen wir grundsätzlich die Mitbetreuung durch die Palliativmedizin. Diese kann parallel zur therapeutischen Behandlung stattfinden. Unsere Erfahrungen mit diesem Modell der frühen palliativen Intervention sind durchweg positiv.

Unser ganzheitlicher Behandlungsansatz spiegelt sich auch in dem umfangreichen Behandlungsangebot aus dem Bereich der Psychoonkologie wider.

Darüber hinaus stellen wir folgende Angebote bereit:

 CIO Ambulanz – Köln 0221 / 478-87660 · Bonn 0228 / 287-17059