Letzte Aktualisierung: 14.12.2017

Prostatakrebs (Prostatakarzinom): Diagnose und Therapie

Früherkennung: Gute Heilungschancen

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Wenn ein Prostatakrebs bereits im Anfangsstadium bei einem Patienten erkannt wird, sind die Chancen gut, dass dieser richtig behandelt und schließlich geheilt werden kann. Wir raten Männern ab 45 Jahren daher zu regelmäßiger Kontrolle.

Die Abtastung der Genitalien ist ab dem 45. Lebensjahr im Rahmen des gesetzlichen Früherkennungsprogramms für Prostatakrebs einmal im Jahr durch die Krankenkassen abgedeckt.

Die meisten Patienten mit Verdacht auf Prostatakrebs kommen ins CIO, weil ihr behandelnder Arzt einen erhöhten PSA-Wert festgestellt hat. Zur Bestimmung des PSA-Wertes wird das Blut des Patienten untersucht. Eine Erhöhung dieses Wertes kann möglicherweise auf eine Krebserkrankung der Prostata hinweisen. Einige der Tumoren, die durch die Früherkennung entdeckt werden, haben eine sehr gute Prognose. Deswegen müssen sie meistens auch nicht sofort operiert oder bestrahlt werden, denn diese Eingriffe können auch Nebenwirkungen verursachen. Die Fachgesellschaften empfehlen für diese Tumoren eine aktive Überwachung: Die bislang vorliegenden Studien lassen darauf schließen, dass dieses Vorgehen bei Tumoren mit geringem Risikoprofil sicher ist.

Prostatakrebszentren im CIO

Über die Prostatakrebsschwerpunkte im CIO sind alle beteiligten Fachärzte, aber auch der Pflegedienst, der Sozialdienst und die Psychoonkologie eng miteinander vernetzt. So wird gewährleistet, dass jeder Patient eine sichere Diagnose und eine individuell auf ihn abgestimmte Therapie erhält. 

Schwerpunkt Prostatakrebs im CIO Köln

Schwerpunkt Prostatakrebs im CIO Bonn

Erstkontakt im CIO

Im ersten Gespräch mit den behandelnden Ärzten wird zunächst überprüft, ob alle wichtigen Informationen und Befunde vorliegen und – falls nicht – werden zunächst entsprechende Untersuchungen veranlasst.

Sobald alle Befunde vorliegen, entscheiden Experten aus den Fachgebieten Urologie, internistische Onkologie, Pathologie, Strahlentherapie und Radiologie in den regelmäßig stattfindenden Tumorboards gemeinsam, um welchen Krebs es sich genau handelt und wie weit er fortgeschritten ist. Auf dieser Basis erarbeiten sie dann eine individuelle Therapieempfehlung für den jeweiligen Patienten.

        Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Anzahl der aktuell aktiven Studien im CIO:
7

Breites Therapiespektrum

Zur Therapie des Prostatakarzinoms stehen im CIO alle gängigen Verfahren sowie moderne, leistungsfähige Untersuchungsgeräte zur Verfügung wie hoch-intensiver fokussierter Ultraschall (HIFU), oder Brachytherapie. Im Bereich der Chirurgie gehört die große Tumorchirurgie, die alle Organe des urogenitalen-Systems umfasst, zu unseren Schwerpunkten. Dazu zählt auch die Radikaloperation der Prostata. Wo immer möglich streben wir hierbei die organerhaltende Resektion an.

Nuklearmedizin: Fortschritt in Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs

Für Prostatakrebspatienten hat die Nuklearmedizin in den letzten Jahren neue Hoffnung gebracht. Im Zusammenhang mit dem Prostata-Spezifischen Membran-Antigen (PSMA) gibt es aussichtsreiche neue Optionen: Das Eiweiß PSMA kommt im menschlichen Körper hauptsächlich im Prostatagewebe vor und findet sich dort gehäuft an der Oberfläche der Krebszellen. Ein so genannter Tumorfinder, eine leicht radioaktive Substanz, kann die Krebszellen des Tumors markieren, indem er sich an diese PSMA-Eiweiße bindet. Mit Hilfe einer Positronen-Emissions-Tomographie (PSMA-PET/CT) können Prostatakrebszellen damit deutlich sichtbar dargestellt werden. Das PSMA-Eiweiß kann so zur Lokalisation der Krebszellen und sogar zur Therapie von Postatakrebs genutzt werden. Substanzen, die sich an das PSMA binden, können dazu benutzt werden, schwach radioaktive Stoffe zu den Krebszellen zu transportieren und diese somit „von innen“ zu bestrahlen.

Standard Operating Procedures: Eigene Leitlinien sichern die Qualität der Behandlung

In den Therapieentscheidungen orientieren sich die CIO-Experten an den so genannten S3-Leitlinien der jeweiligen Fachgesellschaften. Darüber hinaus gibt es im CIO zu fast allen Krebserkrankungen in den Köln/Bonner interdisziplinären onkologischen Projektgruppen (IOPs) eigene Behandlungsleitlinien (SOPs). Die IOP Prostatakrebs passt ihre SOP regelmäßig an die neuesten Forschungsergebnisse sowie die Gegebenheiten an beiden Standorten an.

Supportive Maßnahmen

Begleitend zur therapeutischen Behandlung der Erkrankung ermöglichen wir allen schwer erkrankten Patienten immer auch die Mitbetreuung durch die Palliativmedizin. Unsere Erfahrungen mit diesem Modell der frühen palliativen Intervention sind durchweg positiv. Unser ganzheitlicher Behandlungsansatz spiegelt sich auch in dem umfangreichen Behandlungsangebot aus dem Bereich der Psychoonkologie wider.

Darüber hinaus stellen wir folgende Angebote bereit: