Letzte Aktualisierung: 21.09.2017

Komplementärmedizin

Komplementäre Maßnahmen können die Krebstherapie ergänzen. Die Anwendung komplementärmedizinischer Therapieverfahren ist bei Krebspatienten weit verbreitet. Dies resultiert aus dem verständlichen Wunsch, nichts unversucht zu lassen, um eine Heilung zu erzielen.

Komplementärmedizin - Was ist das?

  • eine Ergänzung der Standardtherapie
  • eine Hilfe, die Lebensqualität der Krebspatienten zu stabilisieren
  • eine Möglichkeit, Nebenwirkungen der Krebstherapie zu mindern

Definitionsgemäß sind komplementärmedizinische Maßnahmen Ergänzungen oder Optimierungen der Krebsstandardtherapien. Sie sind mit Nachdruck zu unterscheiden von „alternativen Therapien“, die erprobte Standardtherapien ersetzen sollen. Therapeutische Maßnahmen, die komplementär zur erprobten Krebsstandardtherapie empfohlen werden, erheben den Anspruch, diese optimieren zu können.

Komplementärmedizinische Maßnahmen haben keinen eigenständigen Einfluss auf rezidiv- oder metastasenfreie Zeiten bzw. Überlebenszeiten. Sie können aber Nebenwirkungen der Standardtherapien reduzieren bzw. verhindern und somit die Lebensqualität stabilisieren. Daraus folgt, dass die Standardtherapien bzgl. Dosierung und Zeitintervall optimal verabreicht werden können, was die Chancen auf Heilung verbessert.

Für einzelne komplementäre Therapiemaßnahmen liegen Daten aus kontrollierten klinischen Studien vor. Sie belegen deren Unbedenklichkeit und Wirksamkeit, erkennbar am Patientenvorteil, der sich insbesondere an verbesserter Lebensqualität durch Reduktion von tumor- bzw. therapiebedingten Symptomen bzw. Nebenwirkungen zeigt. Für die meisten der naturheilkundlichen Verfahren fehlen allerdings kontrollierte Studien zu Unbedenklichkeit und Wirksamkeit. Die Absprache mit dem behandelnden Arzt ist daher unerlässlich, um unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Therapiemaßnahmen zu vermeiden und mögliche Nebenwirkungen rechtzeitig zu erkennen!

Den Ratgeber sowie weitere Informationen zu dem Thema finden Sie unter Komplementaermethoden.de oder auf der Webseite des IWENV. Auf der Institutsseite sind auch alle Termine von Patientenseminaren bzw. Sprechstunden aufgeführt, die das IWENV in Köln sowie regelmäßig auch in Iserlohn, Leverkusen, Lüdenscheid und Olpe – und zum Teil sogar bundesweit – anbietet.

Kompetente Beratung zum Thema Komplementärmedizin

Zum Thema Komplementärmedizin wird das CIO u.a. beraten durch das Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren (IWENV) an der Universität zu Köln, vertreten durch seinen Direktor Prof. Dr. Josef Beuth. Prof. Beuth ist außerdem Autor des ausführlichen Ratgebers „Komplementäre Behandlungsmethoden bei Krebserkrankungen“, der von der Krebsgesellschaft NRW herausgegeben wird.

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