Letzte Aktualisierung: 16.11.2017

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Bewegung und Krebs in den Medien:
In dem Artikel Bewegung hilft gegen Fatigue bei Krebs erfahren Sie mehr über die FatiGo-Studie der OTT. (Quelle: Leben? Leben!)

Studien und Publikationen

Bereits seit 2006 kooperiert das Centrum für integrierte Onkologie (CIO) Köln/Bonn der Uniklinik Köln mit der DSHS Köln.

Im Januar 2012 wurde das Institut für Sportmedizin und Kreislaufforschung der Deutschen Sporthochschule Köln Mitglied im CIO Köln/Bonn der Uniklinik Köln. Diese Kooperation hat bereits zahlreiche wissenschaftliche Projekte und internationale Publikationen hervorgebracht.

Aktuell laufen unter der genannten Kooperation folgende Studien:

Aktuelle Studien in der OTT

Obwohl die Evidenz zur körperlichen Aktivität in der Onkologie inzwischen überzeugend ist, fehlt es an flächendeckenden bewegungstherapeutischen Angeboten für Krebspatienten. Mit der „Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie“ (OTT) wurde ein Modellprojekt geschaffen, das zum Ziel hat diese Versorgungslücke zu schließen und eine unmittelbare Translation von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis zu fördern.

In Kooperation mit der Uniklinik Köln, dem Centrum für Integrierte Onkologie Köln/Bonn, der Deutschen Sporthochschule Köln und dem Gerätehersteller Milon Industries GmbH wurde ein bewegungstherapeutisches Trainingszentrum ausschließlich für Krebspatienten im medizinischen Setting der Uniklinik Köln eröffnet. Onkologische Patienten haben dort die Möglichkeit während der medizinischen Therapie, sowie in der Nachsorge oder auch Palliation an einem individualisierten und kontrollierten Trainingsprogramm teilzunehmen. Inwiefern sich wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis und Therapie umsetzen lassen, ist eine Kernfrage dieses Projektes.

Status: Die Rekrutierung läuft. Bei Interesse können sich Patienten bei der OTT melden.

Das Erschöpfungssyndrom, auch Fatigue-Syndrom genannt, tritt sehr häufig bei Krebspatienten auf. Die Betroffenen leiden an Müdigkeit und Antriebslosigkeit, selbst ausreichend Schlaf führt nicht zu einer Linderung. Es ist wissenschaftlich belegt, dass körperliche Aktivität das Fatiguesyndrom reduzieren kann, jedoch sind noch viele Fragen zur optimalen Trainingssteuerung offen.

Die FatiGo-Studie, in Kooperation mit dem CIO Köln/Bonn, soll die sofortige Wirksamkeit betreuter zielgerichteter Trainingstherapie auf das Fatigue-Syndrom untersuchen. Dazu werden 120 Krebspatienten in der Nachsorge mit einem Fatiguesyndrom in diese RCT-Studie eingebunden.

Status: Die Rekrutierung läuft. Bei Interesse können sich Patienten bei der OTT melden.

Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie (CIPN) ist eine der relevantesten Therapie-assoziierten Nebenwirkungen in der Onkologie. Das Ziel dieser Studie ist es, den Effekt von Sensomotoriktraining und Vibrationstraining auf die sensorischen und motorischen Symptome und Nebenwirkungen der CIPN zu untersuchen.

Bei dieser Studie handelt es sich um eine drei-armige, randomisierte, kontrollierte Studie, in die insgesamt 60 Patienten rekrutiert werden.

Status: Die Rekrutierung läuft. Bei Interesse können sich Patienten bei der OTT melden.

Im Rahmen der Supporttherapie soll mit onkologischen Patienten, begleitend zur Chemotherapie, eine Bewegungsintervention durchgeführt werden. Die Patienten haben auf Grund von neurotoxischen Substanzen in der Chemotherapie ein hohes Risiko eine Polyneuropathie (PNP) mit den oben genannten Problemen zu entwickeln, welche den Therapieerfolg gefährden kann.

In einer vorangegangenen Studie konnte gezeigt werden, dass sensomotorisches Training die Nebenwirkungen einer PNP reduzieren kann. Wir planen daher in einer randomisierten, kontrollierten Studie (RCT), den Effekt verschiedener Trainingsinterventionen (Sensomotorik/Vibration) auf das Vorbeugen und die sensorischen und motorischen Nebenwirkungen der PNP zu untersuchen.

Kooperationsprojekt mit dem MVZ der Uniklinik Köln, (Dr. med. Thomas Elter), Klinik für Neurologie der Uniklinik Köln (PD Dr. Lehmann), St. Antonius- Hospital Eschweiler (PD Dr. Staib), Euregio-Reha-Zentrum im St.- Antonius-Hospital Eschweiler (Dr. med. E. Schneider), Gemeinschaftspraxis für Onkologie und Hämatologie am Sachsenring (Dr. Steinmetz). Die Rekrutierung begann Mitte 2016 (gefördert durch die Deutsche Krebshilfe).

Status: Die Rekrutierung läuft. Bei Interesse können sich Patienten bei der OTT melden.

Breast Cancer Treatment with Afinitor® (Everolimus) and Exemestane for ER+ Women. Das Ziel dieser nicht-interventionellen Studie ist das Gewinnen von Erkenntnissen aus der Routineversorgung - zur Auswirkung von körperlicher Aktivität auf Effizienz und Lebensqualität, - zu Prophylaxe und Handhabung von Stomatitis in der klinischen Routine, - zur Therapiesequenz bei der Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem HR+ Mammakarzinom, die im Rahmen der Zulassung mit Afinitor® und Exemestan behandelt werden.

Das primäre Ziel ist die Evaluation der Effizienz der Kombination von Afinitor® und Exemestan in der routinemäßigen Anwendung im Gesamtkollektiv und in Abhängigkeit von der Intensität an körperlicher Aktivität. Die von Novartis initiierte multizentrische Studie beinhaltet 400 Studienzentren, aus denen innerhalb von drei Jahren 3000 Probandinnen rekrutiert werden sollen. Prof. Dr. Bloch ist in dieser Studie Mitglied des Steering Komitees.

Status: Die Rekrutierung läuft. Bei Interesse können sich Patienten bei der OTT melden.

In die Libre-Studie werden Hochrisikopatientinnen mit und ohne Brustkrebs eingebunden, die eine 3-jährige überwachte Sport- und Ernährungsintervention durchführen. Der primäre Endpunkt dieser prospektiven Studie ist, dass durch ein strukturiertes Lebensstilinterventionsprogramm der Ernährungszustand, die körperliche Fitness, das Gewicht, die Lebensqualität und auch die Stressverarbeitung in Mutationsträgerinnen und Hochrisikopatientinnen verbessert werden kann.

In einer Folgestudie (4-13 Jahre) ist das Ziel durch dieses Interventionsprogramm eine Reduktion der Krebsinzidenz und eine Verbesserung der Prognose und Mortalität zu erzielen. Die Studienleitung haben Frau Prof. Kiechle (PI), Klinikum rechts der Isar München, Prof. Halle, Klinikum rechts der Isar, München, Prof. Bischoff, Universität Hohenheim, Stuttgart, Prof. Gerber, Klinikum Schleswig Holstein, Kiel, Prof. Meindl, Klinikum rechts der Isar, München, Prof. Löffler, Universität Leipzig und Frau Prof. Schmutzler, Uniklinikum Köln. Die Uniklinik Köln ist Kooperationspartner.

Status: Die Rekrutierung läuft. Bei Interesse können sich Patienten bei der OTT melden.


Abgeschlossene Studien in der OTT

In Deutschland erkranken jährlich ca. 600 Männer neu an Brustkrebs. Auf Grund der unzureichenden Datenlage wird der betroffene Mann äquivalent zum weiblichen Brustkrebs rehabilitiert.

Bei diesem RCT-Pilotprojekt in Kooperation mit dem Netzwerk Männer mit Brustkrebs e.V. wurde die Machbarkeit eines Online-Bewegungsprogramms auf männliche Patienten nach Brustkrebs untersucht. Ein 24-wöchiges Onlinetraining wurde 3 x wöchentlich für je 30 Minuten zu Hause mit unterschiedlichen Intensitäten durchgeführt.

Status: Die Rekrutierung ist abgeschlossen, zurzeit werden die Daten ausgewertet und publiziert.

In der CoAktiv-Studie wurde erstmals untersucht inwieweit ein regelmäßig durchgeführtes Ausdauertraining während der Chemotherapie, unter anderem, die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität von Darmkrebspatienten verbessern kann.

In einem Zeitraum von sechs Monaten wurde zweimal pro Woche ein 30-minütiges Fahrradergometertraining unter therapeutischer Begleitung absolviert. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit dem Darmzentrum Köln-Nordwest, Onkologische Schwerpunktpraxis Richard-Wagner-Straße Köln, Onkologische Schwerpunktpraxis am Sachsenring Köln, PIOH Frechen, St. Franziskus- Hospital Köln, St. Vinzenz Hospital Köln und dem Heilig Geist-Krankenhaus Köln-Longerich durchgeführt.

Status: Die Rekrutierung ist abgeschlossen, zurzeit werden die Daten ausgewertet und publiziert.

Das primäre Ziel dieser Pilotstudie war die Evaluation eines 12-wöchigen Kraft-Ausdauertrainings im Vergleich zu einem Entspannungstraining bei Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom. Der primäre Endpunkt war die Reduktion der Fatiguesymtomatik in der palliativen Behandlung.

Als sekundäre Studienziele wurde der Einfluss der Trainingsintervention auf die Lebensqualität, das Aktivitätsniveau und die körperliche Leistungsfähigkeit, sowie die Verminderung von Angst- und Depression der Patientinnen untersucht.

Kooperationspartner sind das Brustzentrum der Uniklinik Köln (Prof. Mallmann) sowie das Brustzentrum des Klinikums Köln-Hohenlind (Dr. Schumacher).

Status: Die Rekrutierung ist abgeschlossen, zurzeit werden die Daten ausgewertet und publiziert. Eine große Folgestudie ist aktuell in Planung.

Die ProImmun-Studie untersuchte die Einflüsse von Ausdauersport, u.a. auf den Immunstatus und die Lebensqualität bei Prostatakrebspatienten während der Chemo- und/oder Antihormontherapie.

Die Trainingsintervention beinhaltete fünf Trainingseinheiten pro Woche, wobei zwei der Einheiten aus einem betreuten 30-minütigen Fahrradergometertraining bestanden. Das Projekt wurde mit dem Krankenhaus Nordwest in Frankfurt (Prof. Elke Jäger) und dem Onkologischen Arbeitskreis Urologie Köln (Dr. Grund) durchgeführt. Sponsor ist die Stiftung Leben mit Krebs e.V.

Status: Die Rekrutierung ist abgeschlossen, zurzeit werden die Daten ausgewertet und publiziert.

Die Sapom-Studie war im ersten Teil, eine Querschnittsstudie zur Erfassung der körperlichen Leistungsfähigkeit von stationär aufgenommenen Patienten mit Ösophagus- und oder Magenkarzinom.

Die körperliche Verfassung dieses Patientenklientels wurde mit der allgemeinen Bevölkerung verglichen. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen, sollten im zweiten Teil der Studie individuelle Trainingsprogramme entworfen werden, die operable Patienten optimal auf eine Operation vorbereiten um letztlich postoperative Komplikationen zu minimieren.

Ferner sollte überprüft werden, ob auch Patienten die primär als inoperabel eingeschätzt werden, für eine Operation auftrainiert werden können. Dies ist eine gemeinschaftliche Studie der Deutschen Sporthochschule Köln und der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln (Prof. Dr. Bolschweiler und Prof. Dr. Hölscher).

Status: Die Rekrutierung ist abgeschlossen, zurzeit werden die Daten ausgewertet und publiziert. Eine große Folgestudie ist aktuell in Planung.

Die Valesco-Studie, in Kooperation mit dem Brustzentrum der Uniklinik Köln (Prof. Mallmann) sowie der ambulanten Reha-Klinik ProPhysio Köln-Lövenich, gestartet bereits im Jahre 2007, untersuchte die Auswirkungen eines 12-wöchigen systematischen, gerätegestützten Krafttrainings auf die körperliche Leistungsfähigkeit, die Lebensqualität und das Fatigue-Syndrom von Brustkrebspatientinnen während der Chemotherapie.

Status: Die Rekrutierung ist abgeschlossen, zurzeit werden die Daten ausgewertet und publiziert.