Letzte Aktualisierung: 19.06.2019

AMLSG 16-10

Phase II Studie zu Midostaurin in der Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie sowie nach allogener Blutstammzelltransplantation bei Patienten mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie und Nachweis einer internen Tandemduplikation d

Status: Aktiv (Rekrutierung geschlossen)

ISRCTN EudraCT Clinicaltrials.gov DRKS
2011-003168-63 NCT01477606

Diagnose

  • Akute Leukämien: Akute myeloische Leukämien (AML)

Studienziel / Fragestellung

Primäres Prüfziel
  • Evaluation des Einflusses von Midostaurin in Kombination mit intensiver Induktions-

  • Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie auch nach allogener Blutstammzelltransplantation auf das Ereignisfreie Überleben (EFS) bei erwachsenen Patienten mit AML und FLT3-ITD

Sekundäre Prüfziele
    • Rate an kompletter Remission
    • Rezidiv-freies-
    • und Gesamtüberleben
    • Kumulative Inzidenzen an Rezidiven (CIR) und Todesfällen (CID) in kompletter Remission
    • Evaluation der FLT3 Inhibition mittels Plasma-inhibitorischer Aktivitätsmessung (PIA)
    • Rate an Frühtodesfällen und hypoplastischen Todesfällen (ED/HD)
    • Todesfälle in CR
    • Art
    • Häufigkeit
    • Schwere
    • Zeitpunkt
    • zeitlicher Verlauf und Zusammenhang von hämatologischen und nicht-hämatologischen Toxizitäten in den verschiedenen Therapiezyklen
    • Lebensqualität

Patientenmerkmale

Stadium

Erstdiagnose

Alter

18-70

Ausschlusskriterien

     

  • AML mit folgenden rekurrenten genetischen Veränderungen (gemäß WHO Klassifikation 2008): AML mit t(8;21)(q22;q22); RUNX1-RUNX1T1 AML mit inv(16)(p13.1q22) oder t(16;16)(p13.1;q22); CBFB-MYH11 AML mit t(15;17)(q22;q12); PML-RARA (oder variante Translokationen mit anderen RARA-Genfusionen)
  •  

     

  • Allgemeinzustand WHO > 2
  • Patienten mit Ejektionsfraktion < 50% nachgewiesen ECHO (innerhalb der letzten 14 Tage vor Tag 1)
  • Organinsuffizienz (Kreatinin > 1.5x obere Norm im Serum; Bilirubin, AST oder ALP > 2.5x obere Norm im Serum (falls nicht durch die AML-bedingt); Herzinsuffizienz NYHA III/IV; schwere obstruktive oder restriktive Ventilationsstörung)
  • Unkontrollierte Infektion
  • Schwere neurologische oder psychiatrische Störung, die das Verstehen und die freiwillige sowie selbständige Unterzeichnen der Einverständniserklärung einschränken oder unmöglich machen
  • Patienten mit einer aktiven zweiten Neoplasie (Ausnahme: Hauttumoren vom Nicht-Melanom-Typ). Patienten nach Abschluss der Therapie für die zweite Neoplasie und einer Rezidivwahrscheinlichkeit die kleiner als 30 % ist, sind für das Protokoll geeignet. Die Rezidivwahrscheinlichkeit wird vom behandelnden Arzt eingeschätzt.
  •  

     

  • Bekannte HIV Infektion; aktive Hepatitis A, Hepatitis B oder Hepatitis C Infektion
  • Blutungserkrankung unabhängig von der Leukämie
  • Kein Einverständnis für die Registrierung, Lagerung und Handhabung der personenbezogenen Krankheitsdaten und des Verlaufes sowie kein Einverständnis über die Information des Hausarztes und/oder anderer behandelnder Ärzte zur Studienteilnahme
  • Kein Einverständnis für das Biobanking im Rahmen der Studie
  •  

Einschlusskriterien

     

  • Neu diagnostizierte AML, neu diagnostizierte AML verwandte myeloische Vorläufer Neoplasie, oder Akute Leukämie mit unklarer Linienzugehörigkeit nach WHO 2008 Kriterien, und
  •  

     

  • Nachweis einer FLT3-ITD, diagnostiziert in einer der beiden zentralen Referenzlaboratorien der AMLSG
  •  

     

  • Patient ist geeignet für eine intensive Chemotherapie
  • WHO Performance Status ≤ 2
  • Einwilligungsfähige Patienten, Alter ≥18 Jahre und ≤ 70 Jahre
  •  

     

  • Keine vorangehende, die Leukämie betreffende Chemotherapie, mit Ausnahme von Hydroxyurea zur Kontrolle einer Hyperleukozytose (bis zu 7 Tage erlaubt)
  • Keine schwangeren oder stillenden Patientinnen: Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter müssen einen negativen Schwangerschaftstest mit einer Sensitivität von mind. 25 mlU/mL (im Serum oder Urin) innerhalb 72 h vor der Registrierung aufweisen.
  • Männer müssen ihr Einverständnis geben, dass sie (während und bis drei Monate nach Abschluss der Studienbehandlung (Erhaltungstherapie)) keine Nachkommen zeugen und müssen bei Geschlechtsverkehr mit einer Frau im gebärfähigen Alter ein Kondom benutzen, selbst wenn eine erfolgreiche Samenleiterdurchtrennung stattgefunden hat.
  • Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter müssen ihr Einverständnis geben, dass sie während Therapie und bis drei Monate nach Abschluss der Erhaltungstherapie eine Schwangerschaft vermeiden oder keine Nachkommen zeugen. Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter müssen deshalb während Therapiebeginn und bis 3 Monate nach Therapieende eine effektive Verhütungsmethode anwenden. Sichere Verhütungsmethoden sind sexuelle Abstinenz oder Intrauterinpessar, Tubenligatur und Vasektomie des Partners. Hormonelle Kontrazeption ist keine akzeptable Verhütungsmethode.
    Frauen nach Gebärmutterentfernung oder ausgebliebener Regelblutung über 24 aufeinander folgende Monate benötigen keinen Schwangerschaftstest oder Verhütungsmethode.
  • Unterschriebene Einverständniserklärung
  •  

Studiendesign

  • Einarmig
  • Multizentrisch
  • Open Label
  • Phase II

Intervention

Induktions- und Konsolidierungstherapie: Cytarabin, Daunorubicin, Midostaurin

Dokumente (passwortgeschützt)

Zuständigkeiten Gesamtstudie

Sponsor

  • Universitätsklinikum Ulm AÖR

Prüfzentrum 1

 

  • Medizinische Klinik & Poliklinik III

Studienbüro

  • Studienzentrum Hämatologie / Onkologie

Prüfer (Hauptprüfer im Zentrum)

Prof. Dr. med. Dominik Wolf

Stellvertretender Prüfer

  • Dr. Karin Mayer

Ärztliches Mitglied der Prüfgruppe

  • Dr. med. Viktor Janzen

Studienkontakt im Prüfzentrum

  • Prof. Dr. med. Dominik Wolf

Prüfzentrum 2

 

  • Klinik für Hämatologie
  • Onkologie und Klinische Immunologie

Studienbüro

  • Klinik für Hämatologie
  • Onkologie und Klinische Immunologie
  • Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Prüfer (Hauptprüfer im Zentrum)

PD Dr. med. Thomas Schroeder

Studienkontakt im Prüfzentrum

  • Thi Nguyen
  • PD Dr. med. Thomas Schroeder

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